Unsere Geschichte

Bevor in Henstedt eine Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde, gab es eine Pflichtfeuerwehr. Diese wurde 1907 von den damaligen Gemeinden Henstedt und Hoope aufgestellt. Die Satzung dieser Pflichtfeuerwehr wurde von den Bürgermeistern Kannengießer aus Henstedt und Beneke aus Hoope unterzeichnet. Daraus geht hervor, dass jeder männliche Einwohner aus Henstedt und Hoope nach vollendetem 17. und bis zum 55. Lebensjahr Dienst in dieser Pflichtfeuerwehr tun musste. Erst im Mai 1935 gründeten die folgenden 30 Bürger aus den beiden Gemeinden die Freiwillige Feuerwehr Henstedt:

Heinrich Albers, HenstedtHeinrich Klocke, Henstedt
Heinrich Böse, HoopeAdolf Krumdiek, Henstedt
Cord Bothe, NienstedtPeter Legenhausen, Henstedt
Heinrich Bothe, HoopeWilhelm Lüllmann, Nienstedt
Fritz Dannemann, HalbetzenFritz Meyer, Nienstedt
Dietrich Drücker, HenstedtJohann Meyer, Hoope
Hermann Dunekacke, HenstedtHeinrich Ohrdes, Henstedt
Heinrich Ehlers, HenstedtKarl Poppe, Hoope
Hermann Eickhorst, HenstedtFriedrich Rehmstedt, Halbetzen
Wilhelm Günnemann, HenstedtHeinrich Riedemann, Nienstedt
Alfred Heins, HenstedtHeinrich Schumacher, Halbetzen
Heinrich Hülle, HoopeHeinrich Thorns, Henstedt
Heinrich Kastens, HalbetzenHeinrich Vitters, Henstedt
Johann Kastens, HoopeWilli Wisloh, Halbetzen
Heinrich Klocke, NienstedtJohann Wohlers, Henstedt

Diese Kameraden wählten Cord Bothe (Nienstedt) zu ihrem Gemeindebrandmeister und Karl Poppe (Hoope) zu seinem Stellvertreter. Die Handdruckspritze übernahm die Freiwillige Feuerwehr von der Pflichtfeuerwehr. Die erste Tragkraftspritze (TS) wurde im Oktober 1941 angeschafft. Sie kostete damals 2.900,00 RM. Jeder Landwirt musste pro ha. Land 2,00 RM hierfür entrichten. Jeder Einwohner ohne Grundbesitz entrichtete einen freiwilligen Betrag von 1,00 bis 10,00 RM.

1942 verstarb der Gemeindebrandmeister Cord Bothe und Dietrich Drücker wurde zum Nachfolger bestimmt.

Das erste Feuerwehrfahrzeug, ein Hansa-Lloyd, wurde der Freiwilligen Feuerwehr Henstedt von dem damaligen Reichsstadthalter in Hamburg, am 9. Juli 1942 zugewiesen. Dietrich Drücker leitete die Geschäfte der Freiwilligen Feuerwehr Henstedt bis Kriegsende 1945. In den Wirren der Nachkriegszeit wurde die TS und auch das Kraftfahrzeug von den Besatzungsmächten entführt. Im September 1945 wurde Johann Kannengießer von den Besatzungsmächten als Gemeindebrandmeister eingesetzt. Eine neue TS wurde im Oktober 1945 besorgt. Jedoch konnte man in dieser Zeit mit Geld nichts kaufen und so wurde ein ausrangierter holländischer Sanitätswagen mit Eiern, Butter und Speck bezahlt und zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut.
Der Motor dieses Fahrzeugs gab seinen Dienst an Altersschwäche im Jahre 1956 auf. Da in der Gemeinde einige Trecker vorhanden waren, war der damalige Gemeinderat der Ansicht, dass ein neues Fahrzeug noch nicht unbedingt angeschafft werden musste. Das alte Fahrzeug wurde somit von einem Trecker gezogen.

Bei einem Großbrand in Nienstedt versagten dann auch die beiden TS ihren Dienst. Hierfür wurde eine neue TS mit VW-Motor und Amag-Hilpert-Pumpe beschafft. Als dann bei dem Brand der Gastwirtschaft Wohler kein Trecker zur Stelle war und das Fahrzeug von den Feuerwehrmännern zur Brandstelle geschoben werden musste, wurde ein neuer VW-Bus erworben und zu einem Feuerwehrfahrzeug umgerüstet. Da aber in diesem Fahrzeug kein Platz für die Schläuche vorhanden war, wurde ein Einachshänger mit Haspeln gekauft.

1965 wurde das Gerätehaus erweitert.
1971 beschlossen das damalige Kommando und der Gemeinderat, drei Atemschutzgeräte zu kaufen.
1972 wurde der VW-Bus durch einen Ford Transit ersetzt, welcher auch gleich mit einem Funkgerät ausgerüstet wurde.
Zum 40-jährigen Jubiläum im Jahre 1975 wurde die Freiwillige Feuerwehr mit einer neuen Rosenbauer TS ausgerüstet.

Im Februar 1976 wurde durch die Generalversammlung beschlossen, eine Jugendfeuerwehr in Henstedt zu gründen. Die Kameraden Johann Böttcher und Hermann Hüneke erklärten sich bereit, die Gründung durchzuführen. Am 27. Mai 1976 fand die Gründungsversammlung in der Gastwirtschaft Albers statt. Hier traten 14 Jugendliche in die Jugendfeuerwehr ein.

Das alte VW-Fahrzeug wurde 1977 in Eigenregie zu einem Schlauchwagen umgerüstet und mit 600m B-Schlauchleitung bestückt. Den vorhanden Schlauchanhänger übergab man der Freiwilligen Feuerwehr Jardinghausen.

Im Dezember 1978 wurde ein moderner Mercedes SW1000 angeschafft und vollständig ausgerüstet.

In der Freiwilligen Feuerwehr Henstedt wurden am 4. März 1983 die ersten Mädchen aus der Jugendfeuerwehr, für 1 Jahr auf Probe, in die Einsatzabteilung übernommen.

Auf der außerordentlichen Generalversammlung am 15. Oktober 1982 wurde beschlossen, ein neues Gerätehaus in Eigenregie zu errichten. Dieses wurde im Laufe der Jahre durch kleinere Anpassungen immer wieder modernisiert.

1986 richtete die man erstmals das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager des Landkreises Diepholz in Henstedt aus.

Bereits 1996 war die Ortsfeuerwehr erneut Ausrichter des Kreiszeltlagers.

Im Sommer 2006 war die Ortsfeuerwehr mit Ihrer Jugendfeuerwehr dann zum insgesamt 3. Mal Ausrichter des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers des Landkreises Diepholz mit fast 2000 Teilnehmern. Die Vorbereitungen für diese 9-tätige Veranstaltung begannen bereits viele Monate zuvor. Durch die beiden vorangegangenen Kreiszeltlager in Henstedt konnte aber auf umfangreiche Erfahrung zurückgegriffen werden.

Im zweiten Halbjahr 2006 konnte ein neuer GW-L durch die Ortsfeuerwehr in Dienst gestellt werden. Dieser ersetzte den zu diesem Zeitpunkt 28 Jahre alten SW-1000. Die 1.000 Meter B-Schlauch sind nun in 2 Rollcontainern auf der Ladefläche des Fahrzeugs untergebracht. Der zusätzlich verfügbare Platz kann mit Gitterboxen oder weiteren Rollcontainern belegt werden. Im Bedarfsfall kann so die gesamte Ladefläche freigeräumt und z.B. zum Transport von Sandsäcken oder ähnlichem verwendet werden. Mit diesem GW-L steht der Ortsfeuerwehr Henstedt nun ein sehr flexibel einsetzbares Logistikfahrzeug zur Verfügung.

Am 25. Oktober 2009 wurde ein “Tag der offenen Tür” veranstaltet in dessen Verlauf auch eine Kinderfeuerwehr in Henstedt gegründet wurde. Diese wird gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Heiligenfelde betreut und ist, zu diesem Zeitpunkt, die insgesamt dritte Kinderfeuerwehr im Landkreis Diepholz.

Im Jahr 2010 feierte die Ortsfeuerwehr Henstedt Ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Kuppel-Cup und den Eimerfestpielen (B-Übung) auf dem Sportplatz am Feuerwehrhaus. Zahlreiche Gäste sowie Vertreter alle Ortswehren der Stadt Syke waren an diesem Tag anwesend.

Im Jahr 2013 war die Ortsfeuerwehr Ausrichter der Kreiswettbewerbe des Landkreises Diepholz. Erstmals starteten hierbei insgesamt 106 Gruppen in 4 Wertungsklassen an nur einem einzigen Tag. Trotz des großen Aufwandes für die Vorbereitungen und den Ablauf am Tag des Wettbewerbs gelang es der Wettbewerbsgruppe der Ortsfeuerwehr Henstedt, Ihren Heimvorteil zu nutzen und mit deutlichem Vorsprung den 1. Platz in der Wertungsklasse A-TS zu erreichen.

Ende Februar 2015 wurde eine der beiden TS 8/8 durch eine neue PFPN 10-1500 der Marke Ziegler ersetzt und auf dem TSF verlastet. Diese neue PFPN zeichnet sich durch eine hohe Pumpenleistung und eine einfache Bedienbarkeit für den Maschinisten aus.

Im Juli 2017 wurde das TSF (Baujahr 1993) der Ortsfeuerwehr durch ein neues TSF-W auf MAN-Fahrgestell mit Staffelbesatzung ersetzt. Der Aufbau wurde von der Firma Heinz Meyer Feuerwehrbedarf in Rehden gerfertigt. Viele Monate Vorbereitungszeit wurden in das Fahrzeug investiert, um am Ende ein hochwertiges Einsatzfahrzeug zu erhalten, welches die Einsatzmöglichkeiten und Schlagfertigkeit der Ortsfeuerwehr deutlich steigert. Die offizielle Übergabe fand Anfang November 2017 mit einen kleinen Festakt am Feuerwehrhaus in Henstedt statt.

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